GALERIE DER ERINNERUNG
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Hanns Eisler, 1898 geboren in Leipzig und aufgewachsen in Wien, lebte als Kind in bildungsbürgerlichen, aber dürftigen Verhältnissen. Er brachte sich die ersten musikalischen Kenntnisse selbst bei und dachte sich mangels Klavier seine ersten Kompositionen im Kopf aus. 1916 erreichte ihn der Einberufungsbefehl. Nach seiner Rückkehr nach Wien zog er in die Militärbaracken nach Grinzing, wo er in engen Kontakt mit führenden Größen der kommunistischen Partei Ungarns kam. Eisler war wurde Privatschüler von Schönberg, der ihn ohne Honorar aufnahm. In dieser Zeit übernahm er auch die Leitung von zwei Wiener Arbeiterchören. 1920 heiratete er die Sängerin und Kommunistin Charlotte Demant, im Herbst 1921 begann er seine Lehrtätigkeit im Wiener Verein für volkstümliche Musikpflege. Eine Anstellung als Musiker, Komponist oder Dirigent in Wien blieb ihm jedoch verwehrt, weshalb er im Winter 1925 nach Berlin zog. Aufgrund seiner jüdischen Herkunft und seiner kommunistischen Überzeugung war Eisler während der 1930er und 1940er Jahre im Exil. Er hatte Professuren an den Universitäten von New York und Los Angeles. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden gegen ihn und seinen Bruder Verfahren vor dem Komitee für unamerikanische Umtriebe durchgeführt. Dies führte zur Ausweisung Hanns Eislers aus den USA und zu seiner Rückkehr nach Europa - über Prag zuerst nach Wien und dann weiter nach Berlin. Von 1949 bis zu seinem Tod 1962 lebte Eisler im Ostteil Berlins, wo er bis zuletzt die Meisterklasse für Komposition an der Deutschen Akademie der Künste leitete.

Link zur Hanns Eisler Gesellschaft