GALERIE DER ERINNERUNG
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Paul Abraham wurde 1892 in der donauschwäbischen Gemeinde Apatin (damals Ungarn) als Sohn eines jüdischen Kaufmanns geboren. In Budapest studierte er an der Königlich-Ungarischen Musikakademie Komposition. Verwegene Bankgeschäfte sollen ihn, wie er später selbst erzählte, in den 1920er-Jahren als Bankrotteur für einige Zeit ins Gefängnis gebracht haben. 1927 wurde Abraham Kapellmeister am Budapester Hauptstädtischen Operettentheater, wo er in der Folge mit vier Liedern für die Operette "Zenebona" Aufsehen erregte. Es folgten einige erfolgreiche Operetten und Schlager. Mit der Ausweitung seiner Popularität in Deutschland übersiedelte er nach Berlin. Dort wurde er Anfang der Dreißigerjahre zum gefragtesten Komponisten seiner Zeit. Zusammen mit den Librettisten Alfred Grünwald und Fritz Löhner-Beda schuf er Bühnenstücke in ganz Europa. Gleichzeitig steuerte er die Musik zu zahlreichen Filmen aus Produktionen in Deutschland und im europäischen Ausland bei. 1933 endete dieser Höhenflug jäh durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten. Der Jude Abraham musste zurück nach Budapest gehen, seine Musik wurde geächtet und geriet in Deutschland in Vergessenheit. Später musste er aufgrund der faschistischen Umtriebe, die auch Ungarn erreicht hatten, Budapest verlassen. Er flüchtete ohne seine Ehefrau nach Paris. 1940 kam er über Kuba nach New York, wo er aber nicht Fuß fassen konnte. Im "Mutterland des Jazz" hatte an seinen Kompositionen niemand Interesse. Eine neue schöpferische Tätigkeit wurde zusätzlich durch eine verhängnisvolle Krankheit verhindert. 1946 dirigierte er geistesverwirrt auf einer belebten New Yorker Straße den Verkehr und erregte auch durch andere Schübe von Geisteskrankheit Aufsehen. 1956 kehrte der Komponist nach Deutschland zurück. Er wurde zunächst in der Psychiatrie der Universitätsklinik Hamburg behandelt. Danach lebte er noch knapp vier Jahre mit seiner inzwischen aus der Volksrepublik Ungarn ausgereisten Ehefrau zusammen. 1960 starb er nach einer schweren Krebserkrankung.er Eisrevue zu liefern. 1975 starb er in Berlin, sein Ehrengrab.

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